Planung für Neugeschäft um eine halbe Milliarde Euro übertroffen / Assets under Management auf 30,7 Milliarden Euro erhöht / Deutsche Leasing als zuverlässiger Financier des Mittelstandes
Frankfurt am Main, 5. März 2009 – Die Deutsche Leasing
Gruppe (DL) konnte sich im Geschäftsjahr 2007/08 überproportional gut
entwickeln: Ihr Neugeschäft erreichte erstmals mehr als 9
Milliarden Euro (+15 Prozent) und lag damit eine halbe Milliarde Euro
über ihrem anspruchsvollen Plan – trotz der schweren Finanzmarktkrise.
Stärkste Wachstumsträger waren erneut das Sparkassengeschäft
sowie Geschäftsabschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften
. Über die Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) kamen 1,9 Milliarden
Euro (+17 Prozent) – bezogen auf das Konzerngeschäftsjahr – aus
Immobilien-Leasing, Leasing von Großmobilien und immateriellen
Wirtschaftsgütern sowie Strukturierten Finanzierungen.
Grundlage für die anhaltend positive Entwicklung der Deutschen Leasing
sei ihre strategische Ausrichtung, also ihre Trägerschaft von
über 400 Sparkassen und ihr Geschäftsmodell. „In der neuen Strategie
‚Deutsche Leasing 2018‛ haben wir unseren bewährten Kurs beibehalten und
unsere bisherigen Erfolgsfaktoren noch stärker herausgearbeitet“, sagt
Vorstandsvorsitzender Hans-Michael Heitmüller. Das Geschäftsmodell
stützt sich auf vier strategische Säulen, wobei sich die Deutsche
Leasing als Komplettanbieter im Leasing von Maschinen und betrieblichen
Einrichtungen, Fahrzeugen und Transportmitteln, Informations- und
Kommunikationstechnik sowie bei Immobilien und Strukturierten Projekten
positioniert. Als eines der in Europa führenden Unternehmen für
Asset-Finance und Finanzdienstleistungen hat sie umfassendes Wissen über
Objekte und Märkte aufgebaut und ist mit rund 1.900 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern auf drei Kontinenten in 19 Ländern vertreten.
Jahresabschluss
Der Jahresüberschuss der Muttergesellschaft
Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG wird in Höhe von 32,5 Millionen
Euro auf Vorjahresniveau ausgewiesen. Das „Wirtschaftliche
Ergebnis“ wächst auf 149 Millionen Euro (Vorjahr: 143 Millionen
Euro). Einmaleffekte, primär aus dem Geschäftsjahr 2006/07,
herausgerechnet, ist das bereinigte „Wirtschaftliche Ergebnis“ von 104
Millionen Euro um 27 Millionen Euro auf 131 Millionen Euro gestiegen.
Der vom Abschlussprüfer testierte Substanzwert beläuft sich
auf 1.210 Millionen Euro (Vorjahr: 1.109 Millionen Euro). Die
Ausschüttung an die Gesellschafter liegt mit 22,5 Millionen
Euro auf Vorjahreshöhe. Dies entspricht einem Dividendensatz von 10,9
Prozent.
Das offen ausgewiesene Konzern-Eigenkapital vor
Gewinnausschüttung lag bei 318 Millionen Euro. Die
Konzern-Bilanzsumme stieg auf 13,8 Milliarden Euro (+19 Prozent).
Die Konzern-Umsatzerlöse aus dem Mobilien-Leasinggeschäft
legten auf Basis der deutlichen Ausdehnung des Portfolios gegenüber dem
Vorjahreswert signifikant auf 5,3 Milliarden Euro (+22 Prozent) zu. Das
verwaltete Vermögen der Deutschen Leasing Gruppe aus Leasing, Mietkauf
und Bankgeschäft, die Assets under Management, beträgt 30,7
Milliarden Euro (Vorjahr: 28,8 Milliarden Euro).
Ihrer Strategie
folgend setzt die Deutsche Leasing auf einen Wachstumspfad mit
nachhaltigen Erträgen. Die Risikopolitik der Deutschen
Leasing unterstützt diese Strategie mit Steuerungsinstrumenten, die
Wachstum und Erträge ermöglichen und dauerhaft sichern. Als Fortführung
einer konservativen Restwertpolitik hat die Deutsche Leasing auf die
rückläufige Entwicklung des Gebrauchtwagenmarktes und die ungünstigen
Prognosen reagiert und in den letzten Jahren die Restwerte bei
Fahrzeugen laufend gesenkt. Auch im Jahr 2009 wurden der
Preisentwicklung entsprechend bereits Reduzierungen der Restwerte
vorgenommen, sodass die Kfz-Bestände der Deutschen Leasing werthaltig
sind und keine nennenswerte Restwertproblematik im Portfolio gegeben ist.
Im Geschäftsjahr 2007/08 hat sich die seinerzeit gute Konjunktur positiv auf
die Ausfallsituation ausgewirkt. Die Ist-Ausfälle liegen mit
32 Millionen Euro unverändert deutlich unter den kalkulierten Ausfällen.
Die Ausfallquote ist bei einem Portfolioanstieg von 12,6 auf 14,7
Milliarden Euro zwar von 1,7 auf 2,2 Promille gestiegen, dennoch liegen
die Ausfälle 7,3 Millionen Euro unter der Planung und den
Standardrisikokosten.
Die Treasury-Aktivitäten der
Deutschen Leasing verfolgen ausschließlich unterstützende Funktionen,
indem sie eine jederzeit ausreichende Liquidität gewährleisten und eine
zinsoptimierte Finanzierung nachhaltig absichern. Daher betreibt die
Deutsche Leasing keinen Eigenhandel mit Geld- und Kapitalmarktprodukten.
Trotz des überplanmäßigen Neugeschäftswachstums und trotz der globalen
Finanzmarktkrise hat die verfügbare Liquidität im gesamten Geschäftsjahr
jederzeit den Finanzierungsbedarf unter Aufrechterhaltung von
auskömmlichen Reserven abgedeckt, wenngleich im September 2008 im
zeitlichen Zusammenhang mit der Lehman-Pleite ein deutlicher Rückgang
der freien Finanzierungsfazilitäten auch bei der Deutschen Leasing zu
verzeichnen war.
Um gegen mögliche weitere Auswirkungen der
Finanzmarktkrise auf die Liquiditätsversorgung gewappnet zu sein, hat
die Deutsche Leasing Maßnahmen definiert wie beispielsweise
Intensivierung der Akquisition bilateraler Finanzierungslinien, Emission
von Schuldscheindarlehen für das In- und Ausland, verstärkte Nutzung der
Forfaitierung oder die Finanzierung über Private Placements. Diese
Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Unternehmensliquidität zu sichern,
damit die unter Banken nach wie vor schwierige Liquiditätsversorgung die
Geschäftsmöglichkeiten der Deutschen Leasing nicht negativ beeinflusst.
Der Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, hat
festgestellt, dass bei der Deutschen Leasing Gruppe keine besonderen,
über das normale Maß hinausgehenden und mit dem Geschäft verbundenen
Risiken hinsichtlich ihrer künftigen Entwicklung zu erkennen sind.
Zur Deutschen Leasing Gruppe zählen am Bilanzstichtag 1.906
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer durchschnittlichen
Firmenzugehörigkeit im Inland von fast zehn Jahren. Zur Sicherung der
fachlichen und methodischen Fähigkeiten sowie zur
Persönlichkeitsentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
investiert die Deutsche Leasing nachhaltig in Aus- und Fortbildung.
Zudem beschäftigt die Deutsche Leasing 47 junge Menschen als
Auszubildende zum Bürokaufmann und Studierende zum Bachelor of Arts in
International Business Administration (B.A.) sowie Praktikanten und
Trainees. Im Berichtsjahr hat sie alle eigenen Absolventen von
Ausbildung und Studium in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen.
Auch ist sich die Deutsche Leasing ihrer gesellschaftlichen Verantwortung
bewusst und nimmt diese mit einem breiten, auf Kontinuität ausgerichteten
gesellschaftlichen Engagement in Kunst und Kultur, Wissenschaft, Sport
und Sozialem wahr. Als Teil der Sparkassen-Finanzgruppe fühlt sie sich
damit auch ihren Gesellschaftern eng verbunden.
DAL:
Immobilien-Leasing und Strukturierte Finanzierungen
Das
Geschäftsjahr 2008 (Kalenderjahr) war auch für die Deutsche
Anlagen-Leasing (DAL) mit einem Neugeschäft von über 1,9 Milliarden Euro
(+20 Prozent) das erfolgreichste ihrer Geschichte und dies in einem
Jahr, in dem der deutsche Markt im Immobilien-Leasing um rund 30 Prozent
rückläufig war. Die DAL konnte damit ihre starke Marktposition ausbauen
und ist nun im Immobilien-Leasing mit deutlichem Abstand Marktführer in
Deutschland. Auch die Ertragsqualität des Neugeschäfts hat sich
erfreulich entwickelt; der Ertrag liegt deutlich über Vorjahr. Das
Neugeschäft verteilt sich nahezu hälftig auf die Segmente
„Immobilien-Leasing“ und „Structured Finance“. Ausgesprochen positiv
haben sich auch die Aktivitäten im Baumanagement über die DAL Bautec
entwickelt.
„Die Zusammenarbeit mit den Sparkassen hat für die
DAL eine große Bedeutung“, sagt Kai Ostermann, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der DL und Vorsitzender der DAL-Geschäftsführung.
Mit ihrem Ausbau der Auslandsaktivitäten wolle die DAL die
Leistungsfähigkeit der Sparkassen in der Begleitung deutscher
Unternehmen bei Auslandsexpansionen stärken. Neben der
Ländergesellschaft in Skandinavien wird das Angebot der Deutschen
Leasing um Immobilien-Leasing in Polen, Rumänien und Spanien erweitert.
Die Deutsche Leasing hat in der DAL das Segment „Structured Finance“
konzentriert und ausgebaut. Dies umfasst die Spezialsektoren
Infrastruktur und
Energie ebenso wie Investitionslösungen für
Schiffe, Eisenbahnen, Flugzeuge, Kraftwerke und andere Großmobilien. In
diesen Segmenten verfügt die DAL
über besonderes Asset-Know-how.
Auch zählen Spezialkonzepte für Um-laufvermögen sowie strukturierte
Spezialprodukte für immaterielle Wirtschaftsgüter dazu.
Die DAL wird für das Geschäftsjahr 2008 mit rund 14 Millionen Euro einen
deutlich über der Planung liegenden Jahresüberschuss ausweisen. Die
Assets under Management der DAL beliefen sich zum Jahresende 2008 auf
rund 13 Milliarden Euro. Das Geschäftsmodell mit der Fokussierung auf
den Mittelstand und die Sparkassen sowie auf Big-Ticket-Geschäft und
Strukturierte Finanzierungen ist erfolgreich. Trotz der schwierigen
Rahmenbedingungen wird die DAL daher ihre vergleichweise gute
Wettbewerbsposition 2009 im In- und Ausland weiter ausbauen.
Geschäftsjahr 2008/09
Nach dem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr
2007/08 hat sich das Geschäft im laufenden Jahr auch für die Deutsche
Leasing etwas eingetrübt. Für das erste Geschäftshalbjahr 2008/09
(Oktober bis März) rechnet die Deutsche Leasing Gruppe mit einem
Neugeschäft von 4,5 Milliarden Euro. Angesichts der negativen
Zukunftsaussichten ist der Mittelstand mit seinen Investitionen sehr
zurückhaltend und eher unentschlossen. Denn derzeit werden in der Breite
des Mittelstandes Investitionen verschoben, sodass die Nachfrage nach
Leasing oder Kredit aktuell deutlich verhalten ist. Von einer Kredit-
oder Leasing-Klemme auf Anbieterseite kann man hingegen nicht sprechen.
Im Gegenteil: Die Deutsche Leasing hätte durchaus Potenzial für mehr
Geschäft und steht dem Mittelstand nach wie vor als Financier zur Seite.
Wie in den Jahren zuvor stützt sich die Deutsche Leasing auf eine enge und
zuverlässige Zusammenarbeit innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe. Die
enge Vernetzung mit den Sparkassen versetzt sie in die Lage, die
Entwicklung weiter erfolgreich voranzutreiben. „Alles in allem haben wir
ein schwieriges Jahr zu bewältigen, sind aber dennoch zuversichtlich,
das Geschäftsjahr 2008/09 mit vorzeigbaren Ergebnissen abschließen zu
können“, resümiert Heitmüller.







