Bilanzpressekonferenz5.März2009:RedevonHans-MichaelHeitmüller,VorsitzenderdesVorstandes


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen heute in dieser tristen Zeit positive Nachrichten
überbringen zu können, wenngleich ich einräume, dass ich über das Geschäftsjahr 2007/08 berichte, ein überaus erfolgreiches Jahr für die Deut-sche Leasing. Die Deutsche Leasing Gruppe hat sich vom 1. Oktober 2007 bis 30. September 2008 in allen Bereichen überproportional gut entwi-ckelt. Das Neugeschäft lag erstmals bei mehr als 9 Milliarden Euro und damit eine halbe Milliarde Euro über dem anspruchsvollen Plan. Gegen-über dem Vorjahr ist das eine Steigerung im Neugeschäft um 15 Prozent – und zwar trotz der schweren Finanzmarktkrise.

Grundlage für die anhaltend positive Entwicklung der Deutschen Leasing ist ihre strategische Ausrichtung, d. h. konkret ihre Trägerschaft von über 400 Sparkassen und vor allem ihr tragfähiges Geschäftsmodell. Auch in der neuen Strategie „Deutsche Leasing 2018“ haben wir unseren bewährten Kurs beibehalten und unsere bisherigen Erfolgsfaktoren noch stärker her-ausgearbeitet.

Fundament des Erfolges sind dabei vier strategische Säulen:
Die Deutsche Leasing

  • ist das Kompetenzcenter Leasing der Sparkassen-Finanzgruppe,
  • ist Direktanbieter von Dienstleistungen rund um die Investition,
  • ist Absatzfinanzierer für Partner – Sparkassen, Händler und Vendo-ren – und begleitet ihre Kunden und Partner auf internationalen Märkten.


Ziel ist es, unsere Marktpositionierung als eines der in Europa führenden Unternehmen für Asset-Finance und Finanzdienstleistungen auszubauen. Wie weit wir damit bislang schon gekommen sind, lässt sich anhand der Geschäftszahlen im Einzelnen belegen.

Deutsche Leasing: Geschäftsjahr 2007/08

Neugeschäft
Die Deutsche Leasing ist Komplettanbieter im Leasing von Maschinen und betrieblichen Einrichtungen, Fahrzeugen und Transportmitteln, Informations- und Kommunikationstechnik sowie bei Immobilien und strukturierten Projekten. Dafür hat sie umfassendes Wissen über Objekte und Märkte aufgebaut und ist mit 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf drei Kontinenten in 19 Ländern vertreten.
Zu den wesentlichen Wachstumsträgern im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten erneut das Sparkassengeschäft mit 3,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 3 Milliarden Euro) und das Auslandsgeschäft, das im Berichtszeitraum um 50 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro (Vorjahr: 1 Milliarde Euro) stieg. Der Auslandsanteil an unserem Mobilien-Neugeschäft ist damit auf inzwischen 22 Prozent angewachsen.
Diese Entwicklung unterstreicht einerseits die im vergangenen Jahr noch vorhandene gute Beschäftigungslage deutscher Investitionsgüterhersteller im internationalen Wettbewerb sowie andererseits die hohe Akzeptanz der Deutschen Leasing als Partner der deutschen Exportindustrie, die sie im Wege der Absatzfinanzierung unterstützt.
Im gesamten Neugeschäft von 9 Milliarden Euro ist die Tochtergesellschaft Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) – bezogen auf das Konzerngeschäftsjahr – mit mehr als 1,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,6 Milliarden Euro) Immo-bilien-Leasing, Leasing von Großmobilien und immateriellen Wirtschaftsgütern sowie Strukturierten Finanzierungen enthalten.

Jahresabschluss
Der Jahresüberschuss der Muttergesellschaft Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG wird in Höhe von 32,5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau ausgewiesen. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss beinhaltet die lea-sing-typischen Effekte, die bei starkem Wachstum mit der Bildung von „Stillen Reserven“ verbunden sind. Daraus resultiert eine erneut deutliche Steigerung des Substanzwertes. Das die Substanzwertveränderung ein-schließende „Wirtschaftliche Ergebnis“ wächst auf 149 Millionen Euro (Vorjahr: 143 Millionen Euro).
Dabei ist zu berücksichtigen, dass im abgelaufenen Geschäftsjahr der Bundesgerichtshof die im FlowTex-Rechtsstreit noch anhängigen Nichtzu-lassungsbeschwerden von zwei Sparkassen zurückgewiesen hat. Damit sind sämtliche rechtlichen Auseinandersetzungen mit Sparkassen durch rechtskräftige Gerichtsentscheide oder Vergleiche beendet, und die noch verbliebene Rückstellung konnte aufgelöst werden. Bereinigt um die je-weiligen Auflösungen von FlowTex-Rückstellungen in Höhe von 18 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2007/08) und 39 Millionen Euro (Ge-schäftsjahr 2006/07) ist das „Wirtschaftliche Ergebnis“ von 104 Millionen Euro um 27 Millionen auf 131 Millionen Euro angestiegen.
Der vom Abschlussprüfer testierte Substanzwert beläuft sich auf 1.210 Millionen Euro (Vorjahr: 1.109 Millionen Euro). Der Substanzwert gibt den Wert des Eigenkapitals der Deutschen Leasing Gruppe nach Aufdeckung der „Stillen Reserven“ an und wird nach dem Schema ermittelt, das der Bundesverband Deutscher Leasing-Unternehmen empfiehlt.
Die Ausschüttung an die Gesellschafter liegt mit 22,5 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe. Dies entspricht einem Dividendensatz von 10,9 Prozent.
Das offen ausgewiesene Konzern-Eigenkapital vor Gewinnausschüttung liegt bei 318 Millionen Euro. Daneben ist aus der Kapitalerhöhung 2007 gezeichnetes, aber noch nicht abgerufenes Eigenkapital von 165 Millionen Euro vorhanden. Die Konzern-Bilanzsumme ist um 19 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 11,6 Milliarden Euro) gestiegen.
Auch die Konzern-Umsatzerlöse aus dem Mobilien-Leasinggeschäft bele-gen den anhaltenden Aufwärtstrend und legten auf Basis der deutlichen Ausdehnung des Portfolios gegenüber dem Vorjahreswert signifikant um 22 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zu.
Das verwaltete Vermögen der Deutschen Leasing Gruppe aus Leasing, Mietkauf und Bankgeschäft, die Assets under Management, beträgt 30,7 Milliarden Euro (Vorjahr: 28,8 Milliarden Euro).
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat der Deutschen Leasing eine geordnete Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bestätigt und die Jahres-abschlüsse des Konzerns und seiner Einzelgesellschaften mit uneinge-schränkten Testaten versehen.

Ertragslage und Risikosituation
Trotz eines anhaltend starken Wettbewerbs und einer belastenden Zinsentwicklung für die Mittelaufnahme der Deutschen Leasing liegen die Preisqualitäten des akquirierten Neugeschäfts (Deckungsbeiträge in Prozent vom Anschaffungswert) auf Plan- und Vorjahresniveau.
Für die Ergebnislage von besonderer Bedeutung ist, dass die Produktivität deutlich gesteigert werden konnte. Die Unternehmenskosten haben sich durch eine restriktive Kostenpolitik angemessen und deutlich unterhalb des Portfoliowachstums entwickelt. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die Deutsche Leasing auch im Geschäftsjahr 2007/08 erhebliche Investitionen in neue strategische Märkte, Produkte, Prozesse und Systeme vorgenommen hat. Intensive Projektaktivitäten haben dabei das Ergebnis zunächst belastet, werden aber in den Folgejahren die Produktivität weiter signifikant steigern.
Ihrer Strategie folgend setzt die Deutsche Leasing auf einen Wachstumspfad mit nachhaltigen Erträgen. Die Risikopolitik der Deutschen Leasing unterstützt diese Strategie mit Steuerungsinstrumenten, die Wachstum und Erträge ermöglichen und dauerhaft sichern.
Die Gesamt-Risikosteuerung der Deutschen Leasing ist grundsätzlich mit der des klassischen Finanzierungssektors vergleichbar. Dabei greift sie auf einheitliche Systematiken, Vorgehensweisen und Modelle der Sparkassen-Finanzgruppe zurück und passt diese nur dort an, wo es die Besonderheiten des Leasing-Geschäftes erfordern.
Das Risikomanagement der Deutschen Leasing ist darauf ausgerichtet, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Chance sicherzustellen. Es geht also nicht um Risikominimierung, sondern um Optimierung von Risi-ken. Durch ihre Position als wirtschaftlicher Eigentümer des Leasing-Objektes ergeben sich für eine Leasing-Gesellschaft im Vergleich zum Bankensektor zusätzliche Möglichkeiten. Diese eröffnen einerseits ein wei-teres Risikofeld, beinhalten andererseits aber auch die Chance auf zusätzliche Erträge in der Verwertung der fungiblen Leasing-Objekte. Die Deutsche Leasing ist daher stärker auf den Ausbau ihrer Asset-Kompetenz fo-kussiert als beispielsweise ein Kreditinstitut. Durch ein gutes Asset-Management können wir unsere Asset-Risiken, die sich aus Verträgen mit offenen Restwerten ergeben, weitgehend minimieren.
Aufgrund der rückläufigen Entwicklung auf dem Gebrauchtwagenmarkt und der ungünstigen Prognosen des gesamten Automarktes hat die Deutsche Leasing in den letzten Jahren die Restwerte bei Fahrzeugen laufend gesenkt, auch in diesem Jahr bereits in zwei Schritten. Damit liegen die Restwerte der Deutschen Leasing spürbar unter den Schwacke-Restwerten. Dies ist eine Fortsetzung unserer konservativen Restwertpolitik. Wenn es die Marktlage erfordert, werden wir kurzfristig weitere Redu-zierungen vornehmen. Darüber hinaus existiert ein angemessener Risikopool, wodurch wir weitere unvorhergesehene Bestandsrisiken abfedern können.
Im Geschäftsjahr 2007/08 hat sich die seinerzeit gute Konjunktur positiv auf die Ausfallsituation ausgewirkt. Die konservative, chancen-orientierte Risikoarbeit sowie die erfolgreiche Sanierungsarbeit bei schwierigen En-gagements haben auch in diesem Geschäftsjahr zum guten Ausfallergebnis beigetragen.
Die Ist-Ausfälle liegen mit 32 Millionen Euro unverändert deutlich unter den kalkulierten Ausfällen. Die Ausfallquote ist bei einem Portfolioanstieg von 12,6 auf 14,7 Milliarden Euro zwar von 1,7 Promille auf 2,2 Promille angewachsen. Dennoch liegen die Ausfälle 7,3 Millionen Euro unter der Planung und den Standardrisikokosten. Um die Adress-Risiken zu begrenzen, ist unser Kundenportfolio in den einzelnen Branchen breit ge-streut. Eine Konzentration auf einzelne Wirtschaftszweige ist nicht festzustellen.


Hinsichtlich unserer Treasury-Risiken können wir feststellen, dass die Treasury-Aktivitäten bei der Deutschen Leasing lediglich unterstützende Funktionen verfolgen. Aus diesem Grund betreibt die Deutsche Leasing –abweichend von Banken – keinen Eigenhandel mit Geld- und Kapitalmarktprodukten. Aufgabe unseres Treasurys ist es, das weitere Wachstum der Unternehmensgruppe durch eine jederzeit ausreichende Liquidität zu gewährleisten und eine zinsoptimierte Finanzierung nachhaltig abzusichern.
Trotz unseres überplanmäßigen Neugeschäftswachstums und trotz der globalen Finanzmarktkrise hat die verfügbare Liquidität im gesamten Geschäftsjahr jederzeit den Finanzierungsbedarf unter Aufrechterhaltung von auskömmlichen Reserven abgedeckt, wenngleich im September 2008 in zeitlichem Zusammenhang mit der Lehman-Pleite ein deutlicher Rückgang der freien Finanzierungsfazilitäten auch bei der Deutschen Leasing zu verzeichnen war.
Um gegen mögliche weitere Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die Liquiditätsversorgung gewappnet zu sein, hat die Deutsche Leasing ein Bündel von Maßnahmen definiert, mit dessen Einsatz die Unternehmensliquidität gesichert wird. Zu diesen Maßnahmen zählen beispielsweise die Intensivierung der Akquisition bilateraler Finanzierungslinien, Emission von Schuldscheindarlehen für das In- und Ausland, verstärkte Nutzung der Forfaitierung oder die Finanzierung über Private Placements. Diese Maßnahmen werden im jetzt laufenden Geschäftsjahr konsequent umgesetzt, damit die unter Banken nach wie vor schwierige Liquiditätsversorgung unsere Geschäftsmöglichkeiten nicht negativ beeinflusst.
Die Deutsche Leasing hat für alle erkennbaren Risiken im Konzernabschluss bei unverändert konservativen Bewertungsmaßstäben angemessen Vorsorge getroffen. Die dazu gebildeten außerplanmäßigen Abschreibungen, Rückstellungen, Wertberichtigungen und Reserven nach § 340 f HGB wurden unter Anlegung vorsichtiger Maßstäbe in ausreichender Höhe eingestellt. Darüber hinaus besteht eine nennenswerte stille Risikovorsorge aufgrund leasing-typischer Aufwandsvorläufe.
Auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat festgestellt, dass bei der Deutschen Leasing Gruppe keine besonderen, über das normale Maß hinausgehenden und mit dem Geschäft verbundenen Risiken hinsichtlich ihrer künftigen Entwicklung zu erkennen sind.

Finanz- und Vermögenslage
Der Bestand der Fremdfinanzierungsmittel der in- und ausländischen Gesellschaften (ohne DAL-Gruppe) stieg gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent – resultierend aus dem Wachstum im Neugeschäft. Überdurchschnittlich gewachsen (+43 Prozent) sind die von den Auslandsgesellschaften aufgenommenen Bankkredite. Auch dabei war Ursache die außergewöhnlich gute Geschäftsentwicklung im Ausland. Bezogen auf die Finanzierungspartner verteilt sich das Finanzierungsvolumen wie folgt:


Unsere strategische Einbindung in die Sparkassen-Finanzgruppe verdeutlicht deren erheblich gestiegener Anteil von 87 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent) am gesamten Finanzierungsvolumen. Dementsprechend ist der Anteil sonstiger Banken von 23 auf 13 Prozent gesunken.
Die Vermögenslage wird nach wie vor geprägt durch das Leasing-Vermögen als wesentlichem Bestandteil der Konzernbilanzsumme, jedoch wachsen die relativen Anteile der Mietkaufforderungen und der Forderungen aus dem Bankgeschäft deutlich. Der bilanzielle Bestand des Leasing-Vermögens zu Anschaffungswerten hat sich um 8 Prozent von 13,2 Milliarden auf 14,2 Milliarden Euro erhöht.
Das Leasing-Vermögen zu Restbuchwerten innerhalb der Konzernbilanz teilte sich am 30.9.2008 in folgende Asset-Kategorien auf:


Das Leasing-Vermögen zu Restbuchwerten hat einen Anteil von 63 Prozent an der Konzern-Bilanzsumme von 13,8 Milliarden Euro. Rund 19 Prozent (Vorjahr: 16 Prozent) der Bilanzsumme stammen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Wesentlichen Mietkaufforderungen), 14 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) von Forderungen aus dem Bankgeschäft.

Mitarbeiter und soziales Engagement
Zur Deutschen Leasing Gruppe zählen am Bilanzstichtag 1.906 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die durchschnittliche Firmenzugehörigkeit im Inland liegt bei fast zehn Jahren. Zusammen mit einer Fluktuationsrate von nur 3 Prozent und einer geringen Krankheitsquote von 2,5 Prozent sind diese Zahlen Beleg einer großen Zufriedenheit und Identifikation mit dem Unternehmen. Um ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, Verpflichtungen in Familie und Beruf parallel zu bewältigen, bietet die Deutsche Leasing schon seit vielen Jahren flexible Arbeitszeitprogramme. Rund 15 Prozent der inländischen Mitarbeiter nutzen diese.
Die Deutsche Leasing investiert zudem nachhaltig in Aus- und Fortbildung zur Sicherung der fachlichen und methodischen Fähigkeiten sowie zur Persönlichkeitsentwicklung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu bietet sie kontinuierlich Qualifikations- und Schulungsmaßnahmen. Junge und neue Führungskräfte werden außerdem gezielt durch Fortbildungsmaßnahmen mit zusätzlichem Know-how bei ihren Managementaufgaben unterstützt.
Auch die Ausbildung hat Tradition: Die Deutsche Leasing beschäftigt 47 junge Menschen als Auszubildende zum Bürokaufmann und Studierende zum Bachelor of Arts International Business Administration (B.A.), Praktikanten und Trainees. Im Berichtsjahr hat die Deutsche Leasing alle eigenen Absolventen von Ausbildung und Studium in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen. Darüber hinaus absolvierten mit Unterstützung der Deutschen Leasing sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berufsbegleitend ein Executive-MBA-Programm, eine international anerkannte Zusatzqualifikation für Management.
Auch ist sich die Deutsche Leasing ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und nimmt diese mit einem breiten, auf Kontinuität ausgerichteten gesellschaftlichen Engagement in Kunst und Kultur, Wissenschaft, Sport und Sozialem wahr. Als Teil der Sparkassen-Finanzgruppe fühlen wir uns damit auch unseren Gesellschaftern eng verbunden. Unsere Unterstützung gilt beispielsweise der Kinderhilfestiftung e. V., der Kinderklinik in Mainz und der Organisation „Jugend Dritte Welt“. Im Sport engagieren wir uns nicht nur als aktive Teilnehmer beim jährlich stattfindenden Sparkassenmarathon und als Sponsor, sondern auch beim Handballbundesligisten VfL Gummersbach und bei der Deutschen Sporthilfe. Auch unterstützen wir das Engagement des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes als „Olympia Partner Deutschland" und damit die deutschen Athleten.
In der Wissenschaft fördert die Deutsche Leasing diverse Forschungsprojekte und verschiedene Einrichtungen wie das Institut für Wirtschaftsprüfung an der Universität des Saarlandes und das Forschungsinstitut für Leasing an der Universität zu Köln. Dem gleichen Zweck dient unsere Mitgliedschaft in der Wissenschaftsförderung der Sparkassen-Finanzgruppe.
Kulturell engagieren wir uns unter anderem beim Rheingau-Musikfestival, den Brühler Schlosskonzerten, der in diesem Jahr erneut stattfindenden Skulpturenausstellung „Blickachsen“ und dem Orgelmusikfestival „Fugato“ in Bad Homburg.

Deutsche Leasing Gruppe: Geschäftsjahr 2008/09

Neugeschäftsentwicklung
Die Auswirkungen der globalen Finanzkrise spüren die Leasing-Unternehmen und auch die Deutsche Leasing sowohl auf der Finanzierungsseite, im Risikoergebnis und im Neugeschäft. Aufgrund des konjunkturellen Einbruchs zeigen sich für die Branche deutliche Auswirkungen. Nach dem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2007/08 trüben sich dementsprechend die Vorzeichen für das laufende Geschäftsjahr auch für die Deutsche Leasing etwas ein.
Für das erste Geschäftshalbjahr (Oktober 2008  März 2009) rechnen wir für die Deutsche Leasing Gruppe mit einem Neugeschäft von 4,5 Milliarden Euro. Damit liegen wir noch leicht über Vorjahr, wenngleich wir seit Januar spüren, dass das Geschäft in der Breite deutlich langsamer kommt. Unser Neugeschäftsvolumen steigt nicht im gewohnten Ausmaß, weil der Mittelstand mit seinen Investitionen sehr vorsichtig geworden ist und diese derzeit eher verschiebt, da die Zukunftsaussichten aktuell nicht positiv gesehen werden. Von daher kann man von einer Kredit- oder Leasing-Klemme auf Anbieterseite nicht sprechen. Im Gegenteil: Die Deutsche Leasing hätte durchaus Potenzial für mehr Geschäft, wenn die Kunden Geschäfte an uns herantragen würden.
Allerdings stellen wir fest, dass erstmals seit sechs Jahren die aktuellen Ausfälle über den Standardrisikokosten liegen, weil der konjunkturelle Einbruch die Zahl der Insolvenzen deutlich erhöht hat. Gleiches gilt für Leistungsstörungen bei laufenden Verträgen (einschließlich Ratenaussetzungen, Stundungen etc.). Die Deutsche Leasing steht nach wie vor als Financier dem Mittelstand zur Seite, Einschränkungen gegenüber der bisherigen Kreditvergabe und Risikopolitik gibt es bei uns nicht. Die Deutsche Leasing wird alles daran setzen, ihre Stärken, ihre Marktgröße, ihre Kompetenz, ihre internationale Ausrichtung und ihre guten Kontakte zu den Sparkassen auch weiterhin im Sinne ihrer Kunden und Partner einzusetzen.

Wirtschaftliches Umfeld
Aufgrund der weltweiten Rezession wird die Wirtschaft im Euroraum in diesem Jahr um 2 Prozent schrumpfen. Durch die starke Exportabhängigkeit wird Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern besonders stark von der Rezession getroffen. Experten rechnen für Deutschland im laufenden Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 2,4 Prozent, der ohne das Konjunkturprogramm der Bundesregierung 3,2 Prozent betragen würde.
Das ifo-Weltwirtschaftsklima hat sich im ersten Quartal 2009 weiter verschlechtert und fiel auf einen neuen Tiefstand. Der weltweite Rückgang resultiert ausschließlich aus der ungünstigeren Einschätzung der derzeitigen Wirtschaftslage; die Erwartungen für die nächsten sechs Monate haben sich hingegen etwas aufgehellt.
Auch in Deutschland haben sich das ifo-Geschäftsklima und die aktuelle Geschäftslage im Februar weiter verschlechtert. Gleiches gilt für die Auftragseingänge im Maschinenbau, die um 42 Prozent eingebrochen sind und damit so stark wie zuletzt vor 50 Jahren. Besonders drastisch war der Nachfragerückgang aus dem Ausland. Neben Maschinenbau, Automobil- und Zulieferindustrie wird auch das verarbeitende Gewerbe einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen haben. Einzig die ITK-Branche hält an positiven Nachrichten fest: Nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom bekommen Deutschlands IT-Unternehmen die weltweite Wirtschaftskrise relativ wenig zu spüren, wobei sich Outsourcing besonders positiv entwickeln wird. Die Deutsche Leasing kann über das Partnergeschäft mit individuellen Leasing-Lösungen von dieser positiven Entwicklung profitieren.

Fazit und Ausblick

Vor diesem Hintergrund ist eine Prognose unserer Entwicklung für das gesamte Geschäftsjahr besonders schwierig. Wenn selbst die bekannten Wirtschaftsforscher mit ihren Vorhersagen geizen und ihre Prognosen wiederholt korrigieren müssen, wollen wir nicht für uns beanspruchen, eine größere Weitsicht an den Tag legen zu können. Insofern wäre eine Vorhersage zum Neugeschäft unseres laufenden Geschäftsjahres mehr als unsicher. Wir wollen uns deshalb auf die Prognose für das Geschäftshalbjahr beschränken.
Wie in den Jahren zuvor stützen wir uns auf eine enge und zuverlässige Zusammenarbeit mit der Sparkassen-Finanzgruppe. Die enge Vernetzung mit den Sparkassen versetzt uns in die Lage, unsere Entwicklung weiter erfolgreich voranzutreiben, auch wenn derzeit bei den Sparkassen eine deutliche Zurückhaltung der mittelständischen Kunden spürbar ist.
Trotz dieser momentanen Einschränkungen gehen wir davon aus, dass sich der Leasing-Markt auch in dieser Krise behaupten und als zukunftsfähig erweisen wird. Gerade deshalb bleibt der Markt weiterhin umkämpft, zumal Leasing wegen seiner hohen Flexibilität vor allem in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine gefragte Investitionsalternative ist. Das Jahr 2009 werden die Leasing-Gesellschaften am besten überstehen, die über ausreichende (bezahlbare) Refinanzierungsmittel verfügen und ihre Ausfallrisiken am besten im Griff haben. Wir meinen, dass die Deutsche Leasing hier gut aufgestellt ist.
Alles in allem haben wir ein schwieriges Jahr zu bewältigen, sind aber dennoch zuversichtlich, auch das Geschäftsjahr 2008/09 mit vorzeigbaren Ergebnissen abschließen zu können.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!