Geschäftsjahr2007/08:ErneutPrädikatsjahrfürDeutscheLeasing

Neugeschäft steigt auf 9 Milliarden Euro (+15 Prozent) / Auslands-Vendorgeschäft ist Wachstumsträger / Leasing bleibt für Investitionen des Mittelstands probate Alternative


Frankfurt am Main, 1. Dezember 2008 – Die Deutsche Leasing Gruppe, Bad Homburg v. d. Höhe, hat im Geschäftsjahr 2007/08 (Stichtag 30. September) ihr Neugeschäft von 7,8 auf
9,0 Milliarden Euro gesteigert. Das Plus gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent liegt eine halbe Milliarde Euro über ihren anspruchsvollen Planvorgaben. Im Inlandsgeschäft konnte die Deutsche Leasing besser performen als die Branche: Während die anderen nicht-herstellergebundenen Leasing-Gesellschaften in Deutschland bezogen auf das Geschäftsjahr 2007/08 um 10,5 Prozent gewachsen sind, erreichte die Deutsche Leasing im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 11 Prozent und behauptete damit erfolgreich ihre Marktführerschaft. Das Vendorgeschäft im Ausland, das den Export von Investitionsgütern deutscher Hersteller im Wege einer Absatzfinanzierung begleitet, erwies sich erneut als einer der Hauptwachstumsträger. Das nahezu ausschließlich vendorgetriebene Neugeschäft im Ausland kletterte auf 1,6 Milliarden Euro und lag damit um 50 Prozent über dem Vorjahr. Das zeigt zum einen die gute Beschäftigungslage deutscher Investitionsgüterhersteller im internationalen Wettbewerb und zum anderen die hohe Akzeptanz der Deutschen Leasing als Problemlöser in der Absatzfinanzierung. Stärkstes Geschäftssegment mit einem Anteil von
47 Prozent am Neugeschäft bleibt das Leasing von Maschinen und betrieblichen Einrichtungen. In diesem Segment investierte die Deutsche Leasing 4,3 Milliarden Euro (+19 Prozent gegenüber Vorjahr) im Auftrag ihrer Kunden. Die Tochter Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) erreichte im Berichtszeitraum 1,9 Milliarden Euro Immobilien-Leasing und Structured-Finance-Geschäft (Vorjahr: 1,6 Milliarden Euro).

"Unser Geschäft hat sich bis zum 30. September trotz der Finanzmarktkrise überproportional gut entwickelt", sagt Hans-Michael Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing. Grundlagen für die anhaltend positive Entwicklung der Leasing-Gesellschaft sind die feste Verankerung in der Sparkassen-Finanzgruppe, eine neue Aufbau- und straffere Ablauforganisation, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer erheblichen Steigerung des Neugeschäfts bei gleichzeitiger Kostenoptimierung beigetragen hat, sowie ihre klare strategische Ausrichtung, die mit der neuen Strategie 2018 konsequent fortgeschrieben wird. Demnach wird die Deutsche Leasing sich weiterhin als eines der in Europa führenden Unternehmen für Asset-Finance und Dienstleistungen rund um die Investition positionieren. "Wir ermöglichen Investitionen für mittelständische Kunden und Partner und entwickeln gemeinsam Lösungen zum beiderseitigen Nutzen, mit dem Ziel langfristig profitabler und fairer Geschäftbeziehungen", so Heitmüller. "Gerade in diesen turbulenten Zeiten ein wesentliches Geschäftsmodell, das uns mit unseren Eigentümern, den Sparkassen, noch enger verbindet."


Leasing-Markt 2008
Die Leasing-Branche wird das Jahr 2008 voraussichtlich mit einem Neugeschäft von
57,1 Milliarden Euro (+3,3 Prozent) abschließen. Angaben des Münchener ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge liegt der Anteil von Leasing an den außenfinanzierten Investitionen damit bei rund 54 Prozent. Doch auch die Leasing-Branche als größter Investor der deutschen Wirtschaft spürt die Auswirkungen der Finanzmarktkrise, vor allem in einer Verknappung ihrer Liquidität. Da ausreichende Liquidität Basis für neues Geschäft ist, muss sichergestellt werden, dass die Gelder aus dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) tatsächlich zur Aufrechterhaltung der Kreditversorgung eingesetzt werden und damit zur Liquiditätsversorgung des Mittelstands und der Leasing-Branche, die wiederum mit diesen finanziellen Mitteln Investitionen ermöglicht – 2008 zumeist in Straßenfahrzeuge.

Getrübt wird die Stimmung bei etlichen Auto-Leasinggesellschaften durch die rückläufige Entwicklung der Restwerte bei Fahrzeugen. Die Deutsche Leasing hat in Erwartung dieser Entwicklung schon seit 2005 ihre Restwerte in mehreren Etappen deutlich gesenkt und damit eine vorsichtige und vorausschauende Restwertpolitik betrieben. Dank ihres werthaltigen Portfolios an Bestandsfahrzeugen, einer weitgehenden Absicherung durch Drittgaranten und einem betriebswirtschaftlichen Risikopool kann die Deutsche Leasing selbst eine weitere Verschärfung des Preisverfalls ausgleichen. Ihr Geschäftsmodell stützt sich auf eine fundierte Asset-Bewertung und nicht nur auf das Adressrisiko des Leasing-Nehmers. Die konservative Bewertung der Aktiva im In- und Ausland stellt sicher, dass bei der Deutschen Leasing alle erkennbaren Risiken ausreichend abgeschirmt sind und sie somit in ihren Büchern frei von einer Restwertproblematik ist. Das haben auch die Wirtschaftsprüfer von KPMG in diesen Tagen wieder bestätigt.


Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008
Das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 beschäftigt die Leasing-Branche auch weiterhin, insbesondere in der Ausgestaltung der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung, die zu einer Doppelbelastung führt. Für das Mobilien-Leasing fällt die Schlechterstellung im Vergleich zum Kredit letztendlich gering aus, so dass die Deutsche Leasing für das Leasing-Neugeschäft insbesondere im Hinblick auf sonstige Vorteile wie Liquiditätsschonung und Bilanzneutralität sowie die flexible Aufwandssteuerung und klare Kostenzurechnung auch künftig eine positive Entwicklung erwartet.

Um die gewerbesteuerliche Doppelbelastung und die damit verbundene Wettbewerbsverzerrung gegenüber einem Bankkredit zu korrigieren, hatte die Politik zugesagt, die Einführung spezieller aufsichtsrechtlicher Regelungen für Leasing-Unternehmen zu prüfen. Um die Sonderregelungen für Banken nach § 19 GewSt-DV ("Bankenprivileg") auch auf Leasing-Unternehmen anwenden zu können, sollten sich diese ebenfalls den Regelungen des KWG in abgespeckter Form unterwerfen (Stichwort "KWG light"). Die neu in den Gesetzestext eingebrachte "Ausschließlichkeit" verhindert allerdings die politisch gewollte Gewerbesteuererleichterung für Leasing. Sie konterkariert damit die vom Gesetzgeber beabsichtigte Freistellung und führt zu einer erheblichen Rechtsunsicherheit. Die Deutsche Leasing hat von Beginn an deutlich artikuliert, dass der im Gesetz vorgesehene Ausschließlichkeitsanspruch nicht praxisgerecht ist und die Basis für umfassende und langwierige Rechtsstreitigkeiten legt.


Start ins Geschäftsjahr 2008/09
Mit ihrem Neugeschäft liegt die Deutsche Leasing in den ersten beiden Monaten des neuen Geschäftsjahres erneut deutlich über den Vorjahreszahlen. Mit einem Plus von etwa 15
Prozent im Inland gegenüber dem Vorjahr hat die Deutsche Leasing ihren Wachstumskurs klar fortgesetzt. Im Ausland erwartet das Unternehmen nach den hohen Neugeschäftsvolumina des Vorjahres einen leichten Rückgang um etwa 3 Prozent. Die DAL ist mit einem deutlichen Wachstum in ihr letztes Geschäftsjahresquartal gestartet.

Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen blickt die Deutsche Leasing realistisch auf ihre Wachstumschancen. Unter Stabilisierung ihrer Ergebnissituation wird ein Wachstum von 4 Prozent angestrebt, das angesichts der Umfeldbedingungen zwar äußerst anspruchsvoll, aber dennoch möglich ist.

Schwierige wirtschaftliche Phasen waren immer auch chancenreich für das Leasing-Geschäft, weil Leasing flexibel und nutzeradäquat ist. Gerade deshalb ist Leasing aus Sicht des Kunden eine gesuchte Alternative zu anderen Finanzierungsformen. Innerhalb der Leasing-Branche wiederum hat die Deutsche Leasing mit ihrem tragfähigen Geschäftsmodell und den Sparkassen als die richtigen Partner besonders gute Voraussetzungen. Aufgrund dieser Ausgangssituation und ihrer stabilen marktführenden Stellung will die Deutsche Leasing an der Entwicklung überproportional partizipieren.